— UNLIMITEDLIMITED – We Will Rise

Am Freitag, 16. September, hat sich die Aktivistengruppe „We Will Rise“ am Marienhof in München um und im Checkpoint versammelt, um dort eine Demonstration für ihre Menschenrechte zu starten.


— UNLIMITEDLIMITED – auf dem Weg nach München

P1000438Checkpoint München. Die geheimagentur ist bereit für den Realitätscheck. Sie macht sich von Nürnberg aus mit UNLTD – UNLIMITEDLIMITED auf den Weg in die “Weltstadt mit Herz”.

Das Sicherheitsbedürfnis steigt mit den zunehmenden Gewalteinschlägen in die bürgerliche Gesellschaft. Panik in den sozialen Netzwerken löst unkontrollierte Irrfahrten der Sicherheitsorgane aus. Angst und Kontrolle steigern sich gegenseitig und gehen ungebremst in symbiotische Umarmung. Wird der urbane Raum der sogenannten zivilisierten Welt zu ihrem eigenen Gefängnis in der Furcht vor alltäglichem Terror? Wenn die Welt zunehmend eingeteilt wird in Eingesperrte und Ausgesperrte gibt es immer weniger Freiheit für alle. Stattdessen existiert nur noch die Illusion von Freiheit auf der einen, die existentielle Not auf der anderen Seite und zunehmende gegenseitige Befremdung, mangelnde Empathie und Feindseligkeit.
Jenseits von „Das Boot ist voll!“ fordert die geheimagentur dazu auf die Grenze zwischen Gesellschaft hin zur Gemeinschaft zu überwinden. Sie holt dafür mit UNLIMITEDLIMITED den Checkpoint Charlie nach München, um ihn zum hoffnungsvollen Ort grenzüberschreitender Begegnungen zu machen. Ab 12. September 2016 wird der Checkpooint vier Wochen lang mitten auf dem Marienhof einer neuen Bestimmung überführt und zu einem Ort der Begegnung für die Menschen dieser Stadt.

Wer Wünsche für eine unwahrscheinliche Begegnungen hat kommt einfach vorbei oder meldet sie uns und wir sorgen dafür, dass sie Wirklichkeit werden (0178 / 68 77 021 oder info@geheimagentur.net).

Wenn anderswo nix mehr geht – der Checkpoint startet den Gegenbeweis.

Infos auch unter Pathos München.


— Wir bauen eine neue Stadt – Trailer

ACTOPOLIS – OBERHAUSEN – WIR BAUEN EINE NEUE STADT from Katharina Duve on Vimeo.


— Wir bauen eine neue Stadt – Parzelle 1 jetzt mit Haus

Heute ist das erste Haus der neuen Stadt gebaut worden – als Teil von Dirk Schlichtings Parzelle 1: In der Mitte der ehemaligen Fußgängerzone wird eine Schrebergartenzeile geplant. Als Auftakt wird ein „Musterkleingarten“ errichtet. Einer exponierten Stelle des Stadtraums wird eine andere Nutzung gegeben. Es entsteht eine Gegenüberstellung von Repräsentation und Privatheit, von altem und neuem Stadtraum. Der Musterkleingarten kann von Anwohner*innen zeitweise gemietet und genutzt werden – für Grillfeste oder einfach für einen entspannten Sommernachmittag im Garten.


— Wir bauen eine neue Stadt! Oberhausen, 1.-11.September 2016

Programm

Wir bauen eine neue Stadt – Programm zum Download

RECLAIMING THE NEW

Das Ende der Geschichte war gestern: wir bauen eine neue Stadt.

Egal, wer wir sind, woher wir kommen, wie lange wir bleiben wollen – wir alle sind Bürger*innen der neuen Stadt.

Wir gehen ins Museum, wir erfinden Werkzeuge für die Probleme von morgen, wir begegnen einem Monster, wir treffen uns zum Grillen im Schrebergarten, wir lauschen den Geistern, wir schreiben Liebesbriefe, wir treffen uns zum Sonnenuntergang auf der Aussichtsplatform, oder bei einem Drink im Stadtzentrum, und wir fragen: Wie soll eine Stadt aussehen, in der wir leben wollen, und was soll dort so passieren?

„Wir bauen eine neue Stadt“ – das gab es schon mehrmals hier. Die Stadt Oberhausen ist recht neu: sie entsteht überhaupt erst im 18. Jahrhundert durch die sich ansiedelnde Industrie und ist in ihrer heutigen Form Produkt ihrer industriellen Geschichte. Dann ist die Industrie weitgehend verschwunden aus Oberhausen, aber die Stadt gab es immer noch. In der Folge wurde in den 1990er Jahren ein ehemaliges Industriegebiet zur „Neuen Mitte Oberhausen“ umgebaut, wieder eine „neue Stadt“, imaginiert als Einkaufs- und Freizeitlandschaft. Was bedeutet es für eine Stadt, wenn das wegfällt, was sie eigentlich begründete? Wie geht man mit der Realität um, die man in Stein und Beton vorfindet, mit den architektonischen und infrastrukturellen Vorgaben aus einer anderen Zeit, vor 250 oder 25 Jahren? Das – einem Song der Band Palais Schaumburg entlehnte – Motto „Wir bauen eine neue Stadt“ soll auch die Möglichkeit markieren, das Bestehende erst mal zu ignorieren und stattdessen grundlegend danach zu fragen, wie wir zusammenleben wollen und was wir dafür brauchen.

So wird im September 2016 auf dem Gebiet Oberhausens tatsächlich eine neue Stadt entstehen – und wir können alle anfangen, in der neuen Stadt zu leben.

Mit: Susanne Kudielka/Kaspar Wimberley, Lars Moritz, Denise Ritter, Dirk Schlichting, WE ARE VISUAL (Felix Jung & Marc Einsiedel) und vielen anderen.


Wir bauen eine neue Stadt! wird von der geheimagentur kuratiert und ist Teil von Actopolis. Mit “Actopolis. Die Kunst zu handeln” haben Urbane Künste Ruhr und das Goethe-Institut ein internationales Testfeld für Fragen nach der Zukunft des städtischen Lebens etabliert. Als lokaler Partner ist das Theater Oberhausen beteiligt.


— Wir bauen eine neue Stadt! – Botschafter und Botschafterinnen gesucht!

Minigolf

Foto: Christoph Gorka

Vom 1. bis 11. September 2016 entsteht innerhalb Oberhausens eine neue Stadt. Wie soll eine Stadt aussehen, in der wir leben wollen, und was soll dort so passieren? Folgendes wissen wir bereits – die neue Stadt wird ein Stadtzentrum haben, ein Museum, ein Monster, eine Geisterbahn, eine Kleingartenanlage und eine Werkstatt für die Probleme von morgen. Das ist schon viel, aber es gibt noch Raum für mehr. Deswegen suchen wir Oberhausener und Oberhausenerinnen, die zu Botschaftern und Botschafterinnen der neuen Stadt berufen werden wollen – indem sie sich bereit erklären, in der neuen Stadt ein Projekt durchzuführen, eine Funktion zu übernehmen, oder eine Infrastruktur bereitzustellen.

Dafür haben wir, die geheimagentur, eine Liste mit Dingen gemacht, die wir uns in einer neuen Stadt noch wünschen: Ein Schwimmbad, einen Radiosender, und mobile Raucherzonen. Superhelden, einen lokalen Tanz – idealerweise sollte der clubtauglich sein, ein 24h-Kiosk. Öffentliche Schlafplätze. Aussichtsplattformen (wären Sie z.B. bereit, zum Sonnenuntergang Gäste auf ihrem Balkon zu empfangen – dann bringen wir die Getränke vorbei?). Eine lokale Spezialität. Ein Postsystem. Ein Restaurant, in dem man selbst entscheidet, wieviel man zahlt. Oder eine Minigolfanlage – wie man in der Abbildung der Minigolfanlage des Künstlers Lars Moritz sieht, braucht es dafür manchmal nicht viel mehr als einen Autoreifen und etwas Holz.

Wenn Sie also Lust haben, sich einen Tanz auszudenken, wenn Sie eine Superkraft entwickeln wollen, wenn Sie ein Schwimmbad bauen wollen, aber auch, wenn Sie eine ganz andere Idee haben, melden Sie sich unter info@geheimagentur.net. Alle Vorschläge sind willkommen. Ein kleines Budget für die Umsetzung ist auch vorhanden.


Wir bauen eine neue Stadt! wird von der geheimagentur kuratiert und ist Teil von Actopolis. Mit “Actopolis. Die Kunst zu handeln” haben Urbane Künste Ruhr und das Goethe-Institut ein internationales Testfeld für Fragen nach der Zukunft des städtischen Lebens etabliert. Als lokaler Partner ist das Theater Oberhausen beteiligt.

Mit: Susanne Kudielka/Kaspar Wimberley, Lars Moritz, Denise Ritter, Dirk Schlichting, WE ARE VISUAL (Felix Jung & Marc Einsiedel)


— The Art of Being Many. Towards a New Theory and Practice of Gathering

The book is published!

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Since 2010 we have witnessed new ways of assembling, which have made the word »democracy« sound important again. These practices may not have led to the political changes we had hoped for. Nevertheless, we are convinced of their importance. This book wants to acknowledge them as a starting point for a new art of being many: The »many« invoke new concepts of collectivity by renegotiating their modes of participation and (self-)presentation and by rewriting rhetorical, choreographical, and material scripts of assembling. This volume is inspired and informed by the square-occupations and neighborhood assemblies of the »real democracy« movements as well as by recent explorations of the assembly form in performance art and participatory theatre.

With essays and contributions by: Gigi Argyropoulou, Ulrike Bergermann, Elise Bernstorff, Kai van Eikels, Marios Emanuilidis, Ernesto Estrella, Enrique Flores, Nanna Heidenreich, Sylvi Kretzschmar, Ilias Marmaras, Brigitta Kuster, Giuila Palladini, Orgy Punk, Sibylle Peters, Random People, Pantxo Ramas, Martin Schäfer, Brett Scott, Vassilis S. Tsianos, Margarita Tsomou, Kathrin Wildner and Chris Zisis.

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about The Art of Being Many – An Assembly of Assemblies 2014

 


— Drei Fragen zu Actopolis

3 Fragen


— geheimagentur führt Grenzkontrollen in Nürnberg ein.

Flagge

Ab Mitte Mai zieht die geheimagentur mit einem mobilen Checkpoint durch Nürnberg. Denn je härter die globalen Ver- und Unterteilungen umkämpft sind, desto mehr lohnt es sich, auf die kleinen, inneren Grenzen zu schauen, um aus dieser Innenschau Visionen fürs Große Ganze zu entwickeln. Der Checkpoint stellt sich als wandelndes Forum gemeinsamer Grenzforschung und -erprobung zur Verfügung. Unlimited Limited (UNLTD) setzt lustvoll Grenzen aufs Spiel und macht sie damit einer Neuverhandlung zugänglich.

UND? HEUTE SCHON GRENZGÄNGER GEWESEN?
geheimagentur:
1. Klar! Ich bin aufgewacht. Da geht’s ja schon los. Da habe ich die Grenze zwischen Ruhe und Aktivität überschritten. Gleichzeitig bin ich auf der Grenze zwischen Unter- bewusstsein und Bewusstsein gewandelt. Im Aufwachen fahre ich ja sozusagen meine Festplatte hoch und werde jedes Mal wieder neu zu der Person, von der ich glaube, dass ich sie bin. Ich habe heute morgen also schon wieder die Chance verpasst, mein Bewusstsein zu erweitern und einfach mal wer anders zu sein.
2. Ich glaube, man beschreitet ständig Grenzen im Alltag, merkt es aber oft gar nicht. Je nachdem mit wem man spricht, kann auch Kommunikation entweder in gewohntem Gebiet oder auf fremdem Territorium stattfinden.
3. Also vor wenigen Tagen haben wir eine gar nicht alltägliche Grenze überschritten. Wir haben den Checkpoint Charlie von Berlin hierher nach Nürnberg geholt.
DAS HAT EIN BREITES MEDIENECHO HERVORGERUFEN UND FÜR VIEL EMPÖRUNG GESORGT. WAR ES EUER ZIEL, MIT DIESER GRENZÜBERSCHREITUNG ZU PROVOZIEREN?
2. Ja!
3. Das war keine Provokation. Das war Diebstahl.
1. Das war kein Diebstahl. Das war freundliche Übernahme.
SOLLTEN DENN ALLE GRENZEN AUFGELÖST WERDEN?
1. Naja, nüchtern betrachtet ist eine Grenze nicht viel mehr als eine Linie, die zwei Dinge voneinander unterscheidet. Sie zeigt, wo das eine beginnt und das andere endet. Das können natürlich auch Unterschiede sein, die man in Frage stellen kann. Auf jeden Fall dienen Grenzen der Orientierung oder machen Dinge überhaupt erst wahrnehmbar. Wir hätten ganz schön Probleme, uns im Leben zurecht zu finden, wenn es überhaupt keine Grenzen gäbe.
2. Die Frage ist doch, aus welchen Gründen ist eine Grenze gesetzt worden …
1. … und ist sie durchlässig oder ist sie dicht?
3. Und ohne Grenzen gäbe es keine Grenzüberschreitung. Das wäre doch sehr schade, oder?
WAS VERBIRGT SICH HINTER UNLTD?
1. UNLTD will gemeinsam mit den Nürnbergern herausfinden, wo es hier überall Grenzen gibt. Wo sie sich häufen, aber auch, wo vielleicht welche fehlen. Und wir meinen damit nicht nur territoriale Grenzen. Viele greifbare Grenzen sind ja lediglich Materialisierungen mentaler Grenzen.
3. Zum Beispiel kann ich mich fragen: Wie verläuft meine innere Grenze zwischen meinem Wert und meiner Würde? Was gleichzeitig die Frage aufwirft, was genau der Unterschied zwischen diesen beiden Begriffen ist.
UND WIE KAM ES ZU DIESEM PROJEKT?
1. Der Impuls kam eigentlich vor allem aus der Nürnberger Migrationsgeschichte, noch bevor „Grenzen“ durch die zunehmende Zahl von Flüchtlingen zum großen Thema wurde. Die Ironie ist, dass die Grenzen für Waren permanent eingeebnet werden, z. B. mit den TTIP-Verhandlungen. Gleichzeitig werden die Grenzen der Länder, die in den Genuss des daraus gewonnen Wohlstands kommen, dichter. Das zwingt immer mehr Menschen, die Grenzen Richtung Wohlstand zu überschreiten. Der Versuch, das wieder erneut zu begrenzen, ist daher eigentlich absurd.
2. Wir hier drinnen, die da draußen. Dieses Weltbild, das sich da festsetzt, wird durch eine quasi grundsätzliche und alltägliche Untersuchung des Phänomens Grenze zwangs- läufig in Frage gestellt. Spiegeln sich die großen Grenzen nicht bereits im Kleinen? Welche Chancen liegen darin, sich dessen bewusst zu werden?
1. Und um nochmal auf die Flüchtlinge zurückzukommen: Können wir von ihnen nicht mehr Mut zum Grenzgängertum lernen, um gemeinsam den eigentlichen Fluchtursa- chen etwas entgegenzusetzen?
WAS ERHOFFT IHR EUCH VON EURER GRENZFELDFORSCHUNG IN NÜRNBERG?
3. Neue Grenzerfahrungen, Grenzwerte, Grenzfelderkenntnisse. Die werden wir im Rahmen einer Grenzfeldperformance auf dem Festival „Talking About Borders“ zur Weiterverwendung anbieten.
WAS GENAU HABT IHR DENN VON MITTE MAI BIS ENDE JUNI IN NÜRNBERG VOR? WO KANN MAN EUCH IN DIESEM ZEITRAUM FINDEN?
3. Wir werden viel in der Stadt unterwegs sein. Und der Checkpoint wird natürlich eine zentrale Rolle spielen. Zuviel wollen wir aber noch nicht verraten.
WIRD DER CHECKPOINT ZU EINER WANDERGRENZE?
2. So kann man es sehen.
3. Vielleicht muss der Checkpoint auch mal Asyl suchen, wenn’s nachts regnet.
KANN MAN SICH AN UNLTD BETEILIGEN?
1. Unbedingt.
2. Wer sich vorbereiten will, kann schon einmal trainieren, mit einem anderen Bewusst- sein für Grenzen durch den Alltag zu gehen. So kann jeder mit UNLTD ganz ohne unser Zutun bereits anfangen.
1. Da stellt sich dann gleich die Frage: Wann beginnt UNLTD eigentlich? Wo ist der Anfang?
3. Und wird es ein Ende geben?
(IMPULS, Zeitung des Staatstheaters Nürnberg, April/Mai 2016)


— geheimagentur, Knarf Rellöm, Ronnie Henseler & the Seafarers at the Duckdalben: International Shore Connection – Video and Download

There are many songs about adventures at sea. However, they don‘t usually talk about seafaring today – about container ships, about global trade, about too little time on shore, and so on.

The International Seamen’s Club Duckdalben in Hamburg Harbour is visited by hundreds of seafarers every day. We asked the seafarers there what words they would like to hear in a contemporary seafarers’ song. They talked about hard work, about their loneliness at sea, about their desires and fears, about their families and about friendship. Their answers are the lyrics to the song “International Shore Connection”.

The music video is done in a karaoke style as karaoke is one of the most popular activities among the seafarers at the club. The video assembles photographs that the seafarers took on their journeys across the globe and kindly gave us. The song and the video document the seafarers‘ journeys and their work today.

Concept and Video: geheimagentur
Music: Knarf Rellöm & Ronnie Henseler
Vocals: Knarf Rellöm


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