secret agency

The Bank of Burning Money, the Alibi Agency, the Casino of Tricks, the Assembly of Real and Other Pirates, the Black Bank, Women of the Seven Seas – secret agency produces situations and institutions that appear to be fictional but then nonetheless withstand the test of reality. The performances of secret agency create another reality rather than confirming the old world in critical gestures. They open escape routes from austerity and take you on a trip with the improbability drive. secret agency creates forums for unheard voices and explores the pleasures of future togetherness. secret agency is working anonymously, transdisciplinarily and internationally. It was founded to use artistic means and resources beyond the accumulation of individual fame. secret agency is an independent label, an open collective and a practical exercise in the „art of being many“.

09.06.2026, Kölibri – GWA St. Pauli, 19:30

Secret Supply Chains? From the African Terminal to the Gold Refinery

2017 gründeten Neu-Hamburger:inen aus Gambia, Ghana und Nigeria gemeinsam mit Kulturschaffenden das African Terminal, um Seehandel zwischen Hamburg und Westafrika zu betreiben. Das Projekt war sowohl künstlerische Intervention als aus Business-School, geriet jedoch schnell durch rassistische Polizeikontrollen auf St Pauli unter Druck.

Doch im Geheimen wird weiter getüftelt: In Kooperation mit der Serwaa Kesse Girls Senior High School in Duayaw Nkwanta (Ghana) gründen Idona Asamoah, Joseph Sam Essandoh und das Kollektiv geheimagentur eine alternative Goldraffinerie. Ziel ist die Etablierung einer alternativen Lieferkette, in der ab 2027 Gold-Endprodukte und Profite an die Communities zurückgeführt werden, die unter den Folgen des Abbaus leiden.

Hamburg bezeichnet sich mit Blick auf seinen Hafen oft als „Tor zur Welt“. Doch wem steht das Tor offen, und welche Welten eröffnen sich abseits seiner Pforten? An diesem Abend erkunden wir alternative Lieferketten, sprechen über Repression und Solidarität, entwerfen neue Zukünfte für den Hafen und suchen nach anderen Zugängen zum Welthandel.


Beteiligte:

Mitglieder desAfrican Terminalentstanden im Rahmen des künstlerischen Projekts FREE PORT BAAKENHÖFT

Idona Asamoah ist Künstler, Fotograf, Kurator und Gründungsmitglied von Nine.875 e. V. Er engagiert sich u.a. bei Then and now Contemporary Africa Art Hamburg. Mit seiner Ausstellung „Moving Bridges: SOUTHnorth“ und dem kommenden Projekt „Die Goldraffinerie“ beschäftigte er sich mit den Auswirkungen des Goldabbaus.

Das Künstler*innen- Kollektiv geheimagentur setzt sichfür das Recht auf Hafen, feministische Seefahrt und dekoloniale Lieferketten ein. Die Performances der geheimagentur lassen eine andere Realität im Kleinen entstehen und öffnen Fluchtwege aus den Ökonomien der Verknappung.

Moderation: Canê Çağlar ist politische Bildnerin, Moderatorin, Doktorandin und Bildungswissenschaftlerin. Ihre Schwerpunkte umfassen insb. strukturelle Diskriminierung, Dekolonisierung sowie Bildungsgerechtigkeit.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe Decolonize Tradevon Fair Trade Stadt Hamburgstatt, in der wir dekoloniale Perspektiven auf Wirtschaft und Handel sichtbar machen möchten.